Kuba

Reisezeit: März

Vom 24.03.2016 bis 01.04.2016

Fluggesellschaft: Edelweiss Air

Die Edelweiss Air bietet 2x wöchentlich Direktflüge Zürich – Havanna an. Der Flug dauert 11 Stunden auf dem Hinweg und ca. 9.5 Stunden auf dem Rückweg. Der Service ist sehr zuvorkommend, es gibt reichlich Essen und Getränke. Die Bestuhlung in der Economy Klasse ist jedoch sehr eng.

Hotel-Tipp #1: Hotel Nacional

Das bekannteste Hotel Havannas überhaupt und Treffpunkt berühmter Persönlichkeiten. Blick auf den Malecón, weitläufige Gartenanlage, berühmte Mojito-Bar, ein Ort der Entspannung. Ca. 10 Fahrminuten bis zur Altstadt.

Hotel-Tipp #2: Generell: Übernachtungen in Casas Particulares (in ganz Kuba möglich)

Die Casas kosten zwischen CHF 25.00 – CHF 40.00 pro Nacht, das Frühstück zusätzlich noch ca. CHF 5.00 pro Person. Die Casas sind oftmals sehr einfach eingerichtet, teilweise mit Ventilator / Klimaanlage, Etagenbad oder eigenem Bad, viel Kitsch und schlechtem Wasserdruck – doch das Erlebnis ist sicher einmalig. Man lebt mitten im Alltag der Kubaner und kann mit Hilfe von ein wenig Spanischkenntnissen viel über Land und Leute erfahren.

In Havanna gibt es luxuriösere Boutique-Casas, ausserhalb muss mit spartanischer Einrichtung gerechnet werden. Das Frühstück ist oft reichlich mit Kaffee mit Milchpulver, einem Teller voller Früchte (Guyaba, Papaya, Mango, Ananas, Chirimoya), einem Fruchtsaft, Ei und weissem Brot. Achtung: oftmals führen nur schmale Treppen hinauf zur Casa und es hat keinen Lift.

Hotel-Tipp #3: Hostal Habana 101

Sehr schöne und saubere Casa Particular in der Altstadt von Havanna mit Dachterrasse mit Blick auf das Häusermeer Havannas und das Meer.

Mietfahrzeug: Mietwagen auf Kuba

Momentan ist es sehr schwierig auf Kuba Mietwagen zu erhalten, da die Nachfrage das Angebot übersteigt. Es werden Autos chinesischer Marken angeboten, die auch für Einwegmieten buchbar sind. Auf Wunsch kann auch eine Mietwagenassistenz gebucht werden, die bei der Übernahme hilft und Deutsch spricht. Die Versicherungen, Kosten für Zusatzfahrer etc. sind vor Ort fällig und werden pro Tag berechnet. Es muss eine Kaution hinterlegt werden. Der Verkehr ist auf Kuba quasi inexistent, die Strassen erstaunlich leer. In der Nacht sollten Fahrten mangels Beleuchtung und aufgrund der Strassenverhältnisse vermieden werden. Touristen dürfen keine Anhalter mitnehmen.

Als Alternative zum Mietwagen (oder wenn dieser ausgebucht ist), können Touristen auch mit Bussen die Insel bereisen. Die Busse von Viazul können erst vor Ort reserviert werden und fahren zu den touristischen Destinationen. Ausflüge / Exkursionen können dann via die Unterkunft oder direkt bei einem Taxifahrer geplant werden.

Was man unbedingt gesehen haben muss:

Einige Dinge, die zu einer Kuba-Reise irgendwie dazu gehören:

  • Am Abend den Malecón entlang schlendern
  • Sich in den Altstadtgassen von Havanna verlieren, einen Mojito im Nacional schlürfen und sich Zeit lassen
  • Zu Reggaeton, Son und Salsa durch das Nachtleben tanzen, Live-Bands in den Casas de la Musica oder den Restaurants sehen
  • Das Nationalgetränk von Trinidad probieren, den Canchanchara
  • In Casas Particulares übernachten und so den Alltag der Menschen kennen lernen
  • Am Strand unter Palmen die Seele baumeln lassen, im glasklaren Wasser schnorcheln
  • Raus aufs Land gehen, auf Pferden oder Ochsenkarren und das einfache Leben der Bauern kennen lernen
  • Die schöne Landschaft um Viñales geniessen und Tabakplantagen besuchen
  • Die Kolonialstädte Cienfuegos, Trinidad, Camagüey auf sich wirken lassen
  • vor der Rückreise auf Cayo Santa Maria, Cayo Guillermo etc. entspannen
  • Die Hauptstadt der Musik – Santiago de Cuba – besuchen
  • Bis zum abgelegenen Baracoa im äussersten Osten fahren
  • Offen sein für ein Land, das einfach komplett anders ist
  • Gerne Reis, Bohnen und Rum haben

Und nicht zu vergessen:

Momentan übersteigt die Nachfrage nach Kuba das Angebot der Insel. Die Infrastruktur ist nicht für den Touristenandrang gerüstet. So ist es beispielsweise schwierig, Trinkwasser zu erhalten, Taxis zu finden und man muss generell viel Geduld einplanen. Da die staatlichen Restaurants und Unterkünfte oftmals einen schlechten Standard haben, ist es empfehlenswert in Casas Particulares zu übernachten und in Paladares zu speisen.

Die meisten älteren Kubaner können kein Englisch, Spanischkenntnisse sind daher ein grosser Vorteil. vor Ort wird momentan noch mit zwei Währungen bezahlt: dem CUC für die Touristen und der Moneda Nacional für die Einheimischen. Die Währung kann weder ein- noch ausgeführt werden. Am Besten CHF mitnehmen und vor Ort wechseln (dafür braucht es auch viel Geduld). Kredit- und Debitkarten sind keine Hilfe, Kuba ist ein Bargeldland. Kuba ist zudem auch nicht günstig, ein Abendessen kostet schnell mal CHF 15.00 – CHF 20.00. Für den Stromanschluss wird ein zweipoliger Adapter benötigt.

Wichtig: Momentan unbedingt alle Leistungen vor reservieren, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Mein Fazit:

Amerikanische Oldtimer fahren durch die Strassen, unterbrochen von Coco-Taxis, Bici-Taxis und Pferdekarren, Bars huldigen Hemingway – in Kuba scheint die Zeit an jeder Ecke stehen geblieben zu sein. Der morbide Charme, die Lebenslust und Improvisationskunst der Einheimischen, die Gastfreundschaft und die allgegenwärtige Musik sind Teil der Magie von Kuba.

Hay más tiempo que vida (es gibt mehr Zeit als Leben) ist das inoffizielle Lebensmotto der Insel. Dies spürt man auch als Tourist und wer mit viel Geduld und Offenheit seine Kuba-Reise antritt wird automatisch entschleunigt und kann mit vielen überraschenden und schönen Begegnungen rechnen.

Impressionen:

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Über Lisa Herzog

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